Die Stammeschronik des Stamm Jörg von Schauenburg

Nach einem Bericht von Klaus Apelt im Burgkurier Nr. 1 vom Dezember 1981 und einem Bericht im Jubiläumsheft 2001

 
1951 Die Pfadfinderidee wird von Offenburg nach Oberkirch getragen. Eine Aufbaugruppe (nur Jungs) des BDP (Bund Deutscher Pfadfinder) entsteht. 
   
1953 Die Aufbaugruppe etabliert sich und nennt sich "Stamm Jörg von Schauenburg".  

Die Gruppe wird nach dieser Wachstumsphase wieder etwas kleiner und der 16-jährige Gerhard Möschel übernimmt den Stamm, stirbt jedoch wenig später bei einem Unfall. Der Stamm hat 20 Mitglieder in 2 Gruppen ("Sperber" und "Adler").

Bernd Ziegler übernimmt die Stammesführung. Hans Hermann Bock (Habo) leitet die Gruppe Adler. Seine zwei Schwestern sind beim Bund Deutscher Pfadfinderinnen aktiv, der in Oberkirch Gruppen hat. 
   
1956 Klaus Apelt schließt sich der Gruppe an. Bei Regen finden die Gruppenstunden in einer 10 Quadratmeter grossen Blockhütte auf der Höllmatt statt. Die Hütte wird von der Papierfabrik Koehler zur Verfügung gestellt und hat auch einen Garten mit fester Feuerstelle.

Die Gruppenführer Bernd und Habo hören aus beruflichen Gründen auf. Klaus übernimmt mit 16 Jahren den Stamm und startet ganz neu mit einer Wölflingsgruppe.

Klaus hat aus schulischen Gründen wenig Zeit und der Horst "Kraniche", zu dem der Stamm gehört, schickt Jürgen Tiemke als Aushilfe.

Horst Radicke, ein Pfadfinder aus Bremen, wird nach Appenweier versetzt und führt den Stamm von 1959 bis 1964. Der Stamm nimmt am Bundeslager des BDP in Noer an der Ostsee teil. 5000 Pfadfinder treffen sich dort.
   
1964 Die Stammesführer wechseln häufig in den folgenden Jahren, doch ihre Namen bleiben in Erinnerung: Manfred Setzke, Klaus Lehrke (Bautz), Reinhard Sester, Wolfgang Poppek, Günther Hartmann (Dule), Günther Heigele, Hartmut Hanf und Richard Müller (Ritschi).

Reinhard Sester brachte die Mitgliederzahl auf 60 Jungs und erhielt von der Stadt das "Hamperlehäusle" neben dem alten Gefängnis als Pfadfinderheim
   
1966 Klaus kommt nach fünfjähriger Abwesenheit wieder nach Oberkirch zurück und wird 1967 wieder Mitglied des Stammes. Es gibt eine Rovergruppe und eine Pfadfindersippe (geführt von Dule und hauptsächlich mit Mitgliedern aus Bottenau). Die Rovergruppe wird zum Roversingekreis ,dem einige Mädchen aus dem aufgelösten Mädchenstamm beitreten. Klaus wird Materialwart und Kassenwart des Stammes. Der Stamm hat neben 200,- DM Schulden noch 2 Kohten, 1 Axt und einen alten Spaten
   
1970 Der Stamm tritt als Folge der politischen Auseinandersetzungen im BDP dem Pfadfinderbund Süd und damit dem Deutschen Pfadfinderverband am 17.11.1970 bei.
   
1971 Die erste Mädchengruppe mit dem Namen "Spatzen" wird gegründet. Klaus Apelt übernimmt die Stammesführung nachdem die meisten Rover inklusive Stammesführung den Stamm verlassen.
   
1972 Die erste Mädchenmeute wird gegründet.
   
1974 Der Stamm nimmt am DPV-Pfingstlager in der Eifel teil. 3000 PfadfinderInnen nahmen teil. Der Stamm hat 52 aktive PfadfinderInnen
   
1975 Die 13-jährige Daniela Metz (Danny) gründet in Oppenau die Gruppe "Turmfalken". Die Mitgliederzahl des Stammes steigt auf 21 Mitglieder. Der Stamm besitzt 4 Kohten, 1 Jurte und zahlreiches anderes Material
   
1976

Sommer-Großfahrt zu Oberkirchs Partnerstadt Draveil bei Paris. Mitten im Stadtzentrum baut der Stamm seine Zelte auf.

Die Oppenauer Pfadfinder bekommen ein eigenes Pfadfinderheim. Die Oppenauer Eltern renovieren das alte Sporthaus. In Oppenau gibt es 2 Meuten und eine Sippe

   
1977 Sommer-Grossfahrt an den Züricher See. Der Stamm hat über 100 Mitglieder.
   
1978 Die Oberkircher Pfadfinder ziehen in das Verwaltungsgebäude neben den Schlachthof um. Das alte Heim im "Hamperlehäusle" wird für den Bau eines Parkplatzes abgerissen. Die Stadt hilft bei der Finanzierung des Umbaus. Der Stamm hat nun einen Bastelraum, eine Küche, einen Waschraum, einen Schlafraum, einen Zeltkeller, einen Shop und zwei Gruppenräume. Der Stamm nimmt an Pfingsten am DPV-Lager "Cavalcade" mit 5000 Pfadfindern teil. Das Sommerlager findet in England statt. In Bad Peterstal entstehen zwei Meuten und eine Sippe. Die Gruppenstunden finden im Hobbyraum von Rudolf Zimmermann statt, dessen Tochter Helga die Mädchenmeute "Steppenwölfe" gründet. Sabine Tomaszewski gründet die Mädchensippe "Pinguin" und Petra Schreiber die Jungensippe "Elche".
   
1979 Der Stamm zählt 150 Mitglieder und ist der zweitgrößte Stamm im Bund. Das Sommerlager findet in Nordspanien am Atlantik statt. Der Stamm wird in Trupps aufgeteilt und eine Gruppenführerrunde wird eingerichtet. Der Stamm verfügt über 3 Jurten, 10 Kohten, 6 Alexzelte und 1 Küchenzelt.
   
1980 Sommerlager in Ohlsbach im Kinzigtal mit dem befreundeten Stamm "Schwarzer Panther" aus Hofgeismar und einem Stamm aus England.
   
1981 Der Stamm besteht aus 10 Sippen, 4 Meuten und einer Juniorengruppe. Die erste Ausgabe der Stammeszeitung "Burgkurier" erscheint. Die Redaktion besteht aus den Junioren unter Leitung von Karl Urban. Der Pfadfinderbund Süd tritt aus dem Deutschen Pfadfinderverband aus. Sommerlager mit dem Stamm "Schwarzer Panther" in Olsbach.
   
1982 Sommerlager in Griechenland mit 50 Teilnehmern des Stammes.
   
1983 Gruppenführerfahrt nach Dänemark. Trupplager am Bodensee.
   
1984 Sommerlager in der Toskana mit 75 Teilnehmern des Stammes
   
1985 Es wird beschlossen die Sommerlager im jährlichen Wechsel ins Ausland bzw. in Deutschland zu machen. Das Sommerlager 1985 findet gemeinsam mit dem Stamm Kondor im Seevetal/Lüneburger Heide statt.
Unter der Leitung von Klaus erreicht der Stamm auf dem Hamburger Singewettstreit den 2. Platz.
Der Stamm wird eingetragener Verein (Renchtäler Pfadfinder e.V.) und umfassende Renovierungsarbeiten im Oberkircher Heim beginnen.
   
1986 Sommerlager in der Bretagne (auf dem Lagerplatz mit dem berühmten "Schmoll-Stein").
   
1987 Das erste Winterlager (Junioren) findet auf der Hütte in Hinterzarten statt. Eine Tradition wird gestartet, und bis heute findet an den Weihnachtsfeiertagen dort ein Lager für Rover statt.
Sommerlager bei München.
Wolfram Ax, Jens Kuderer, Eric Urban und Jens Urban spielen in Pfadfinderkluft in einem Film für das französische Fernsehen in Strasbourg mit.
Total verregnetes Stammeslager in Zusenhofen am Stangenbach.
   
1988 PBS-Pfingstlager in Oberkirch. 1000 Pfadfinder kommen nach Oberkirch.
Sommerlager in Wales (Oberkirchs Partnerstadt Haverfordwest) und England.
Die Stadt Oppenau stellt dem Stamm den Speicher vom alten Schulhaus zur Verfügung, der in über 1000 Stunden von den Pfadfindern und Rudi Waible (einem engagierten Grossvater) renoviert wird. Ausserdem werden die Arbeiten grosszügig von der Möbelschreinerei Hodapp unterstützt.
Der legendäre Juniorenhajk von Forbach nach Oberkirch.
Stammeslager auf der Kalikutt.
   
1989 Klaus Apelt wird die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg für die Pfadfinderarbeit verliehen.
Der Stamm tritt aus dem PBS aus und tritt in die Pfadfinderschaft Süddeutschland (PSD) und somit wieder in den Deutschen Pfadfinderverband (DPV) ein.
Sommerlager im Bayrischen Wald am Fluss "Regen". Motto: "Mir san mir!".
Pfingstlager in Engelsbrand.
Gruppenführerlager in Berlin, eine Woche vor dem Fall der Mauer.
Stammeslager im Schlatten (Bottenau).
   
1990 DPV-Pfingstlager im Süden in Oberkirch mit über 800 Pfadfindern aus ganz Süddeutschland.
Sommerlager in Spanien (El Pol, Barcelona, Figueras), welches Tonio organisiert hatte.
Besuch einer Schulklasse aus Eisenach im Oberkircher Pfadfinderheim im Rahmen einer DPV-Aktion. Anschliessend Gegenbesuch von Heiko, Jochen, Stefan Waidelich, Knolle und Jens in Eisenach.
Das unvergessliche Schachturnier des DPV findet in Witzenhausen bei Kassel stat
   
1991 Der Stamm wird 40 Jahre alt. Mehrere Veranstaltungen (unter anderem ein Schaulager) finden statt.
Claus-Dieter Mehrtens (C.-D.) übernimmt die Stammesführung von Klaus Apelt.
Sommerlager in Mecklenburg-Vorpommern am Plauer See.
Pfingstlager in Sechselberg. Stammeslager hinter dem Hans-Furler-Gymnasium mit UFO-Landung.
   
1992 Jens Urban übernimmt die Stammesführung von C.-D.. Weitere Vorstandsmitglieder: Antonio Multari, Klaus Apelt, Eva Meier.
Das Sommerlager findet in Schweden (Köping) statt, Knolles Debüt als legendärer Lagerkoch.
DPV-PfiLa Wasgonia ("Was goats mi a?") in der Pfalz.
Elk-TV I wird am 31.12. in Oppenau ausgestrahlt.
Stefan Waidelich, Tonio und Jens bringen mehrere Tonnen Hilfsgüter nach Zagreb (Kroatien), die von den Pfadis und der Oberkircher Bevölkerung gesammelt wurden.
   
1993 Sechs Mitglieder des Stammes nehmen am schwedischen Verbandslager "Natura 93" mit 16.000 schwedischen Pfadis teil und erleben den schwedischen König Carl Gustav hautnah.
Sommerlager im Fichtelgebirge mit Hajk durch Tschechien und Besichtigung von Prag.
Elk-TV II wird am 31.12. in Oppenau ausgestrahlt.
   
1994 Sommerlager in Schottland in der Nähe von Aberdeen
   
1995 Sommerlager mit Stamm Treverer in der Wutachschlucht bei Freiburg. Hajk zurück nach Oberkirch.
   
1996

Besuch der schottischen Pfadfinder in Oberkirch.
Michael Hecker übernimmt Stammesführung von Jens Urban.


PSD-Pfingstlager auf der Kalikutt mit 500 Teilnehmern.
Sommerlager in den französischen Pyrenäen in Thuir bei Perpignan. Besuch Barcelonas.

   
1997 Start der Homepage des Stammes.
Sommerlager auf Langeoog nachdem das DPV-Lager in Polen wegen Hochwassers ausfällt.
Pfingstlager auf dem Sohlberg mit Stamm "Schwarzer Adler".
   
1998 Sommerlager in Finnland mit Hajk durch den Nationalpark Urho Kekkonnen an der russischen Grenze.
Stammeslager im Schlatten.
   
1999 Start der Altpfadfinder mit mehreren Lagern.
Sommerlager bei München, mit Hajk durch die Voralpen.
   
2000 Sommerlager in Kanada. Kanutour durch den Nationalpark "La Mauricie", Standortlager in Hudson bei Montreal. Besichtigung von Montreal und Ottawa.
   
2001

Daniel Palmer übernimmt die Stammesführung von Michael Hecker.
50 Jahre Stamm Jörg von Schauenburg. Jubiläumsfeier in Nussbach und Schaulager in Lautenbach (140 Teilnehmer).
PSD-Sommerlager in den spanischen Pyrenäen (Isabena, Saragossa).

Sippe Elfen errang beim „Hamburger Singewettstreit“ den 1. Platz.

   
2002 Pfingstlager des DPV - „Pfadikratie – Demokratie spielerisch erfahren“ zusammen mit rund 3000 weiteren Teilnehmern in Mecklenburg-Vorpommern. Anschließend Sommerlager der Pfadis in Dalsland in Südschweden
   
2003

Sommerlager in der Sächsischen Schweiz

Matze Schmälzle wird zum 1. Vorsitzenden gewählt

   
2004 Sommerlager in Italien
   
2005

Außenrenreonovierungen am Pfadfinderheim wurden abgeschlossen.

Das erste Sommerlager mit dem Fahrrad um den Neusiedler See