Bundeslager der Pfadfinderschaft Süddeutschland mit über 200 Wölflingen und Pfadfindern in Bruchsal.
Das gemeinsame Pfingstlager der Pfadfinderschaft Süddeutschland fand unter dem Motto „Europa“ in Bruchsal statt. Der Oberkircher Stamm Jörg von Schauenburg reiste mit 70 Teilnehmern als Schotten mit Schwertern, Dudelsack und Kilt an.
Viel Spannung, Spaß und Sonnenbrand holten sich die Renchtäler Pfadfinder beim diesjährigen Bundeslager über Fronleichnam in Bruchsal. Gemeinsam mit fünf anderen Stämmen der Pfadfinderschaft Süddeutschland wartete ein abwechslungsreiches Programm rund um das Motto „Europa“ auf die Wölflinge und Pfadfinder, die mit Bus und Zug nach Bruchsal reisten.
Schon im Voraus wurde per Losverfahren jedem Stamm ein europäisches Land zugeteilt, woraufhin die Renchtäler Pfadfinder fleißig anfingen ihre Schottland-Verkleidung in den Gruppenstunden zu basteln. Jeder Teilnehmer nähte sich einen Schottenrock (Kilt genannt), dazu gab es Kilt-Taschen und Schultertücher und die Älteren schnitzten ihre eigenen Schilder und Schwerter, um dem Lager den richtigen Flair zu verleihen.
Die Wölflinge (Kinder von fünf bis elf Jahren) haben einen Reisepass gebastelt, da sie mit einem imaginären Flugzeug in die einzelnen Länder gereist sind, um an einer „Europa-Meisterschaft“ teilzunehmen. Gleich zu Beginn haben die Kinder allerdings festgestellt, dass die zwölf Sterne der Europa-Fahne verschwunden sind. Um diese zu bekommen, sollten sie in jedem Land verschiedene Aufgaben lösen um Goldtaler zu erlangen, die sie am Schluss bei der Sternenfee gegen die zwölf Sterne eintauschen konnten.
In Frankreich mussten sie gegen Napoleon Luftballon-Treten, in Holland ein riesiges Bild für das Museum malen, in Irland wurde getanzt, in Schweden fand eine internationale Messe mit Spielen aus verschiedenen Ländern statt und in Schottland mussten die Abenteurer bei einem Geländespiel das vergiftete Wasser von Loch Ness reinigen und das Seeungeheuer „Nessie“ vor schwarzen Männern beschützen.
Auch das Programm für die älteren Pfadfinder war gelungen und sorgte für Bewegung und gute Stimmung. Zum Beispiel mit dem Geländespiel „Stratego“, der Suche nach dem olympischen Feuer in Bruchsal und durch einen zwei Meter großen Ball, mit dem stundenlang auf dem Lagerplatz gespielt wurde.
Am Freitag waren alle 200 Teilnehmer aufgerufen, bei einer „Guten Tat“ zu helfen. Es standen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl, wie zum Beispiel Feuerwehrautos zu putzen, den Maltesern bei ihrer Kellerrenovierung zu helfen, am Friedhof Müll aufzusammeln, eine Brücke zu bauen, in der Lebenshilfe mit behinderten Menschen und im Seniorenheim mit alten Leuten zu spielen und zu singen und noch vieles mehr.
Zwischen den Spielen und Aktionen blieb aber immer genug Zeit um alte Freundschaften aufzufrischen und viele neue Freundschaften zu schließen, was das Besondere und das Schöne an einer solchen Gemeinschaft ist und einen Teil des harmonischen Lagerlebens ausmacht. Natürlich fand wie immer auch ein „Singewettstreit“ statt, bei dem die Renchtäler Pfadfinder zweimal den ersten Platz erlangten. Abends am Lagerfeuer wurde dann bis tief in die Nacht gemeinsam geredet, gelacht und gesungen um die spannenden und anstrengenden Tage gemütlich ausklingen zu lassen.